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Aufstieg rückt für Rote Bullen trotz Heimniederlage ein weiteres Stück näher

Eindeutiger können die Vorzeichen zu einem Spiel kaum sein. Auf der einen Seite liegt RB Leipzig punktgleich mit dem Sportclub Freiburg an der Tabellenspitze und strebt dem Aufstieg ins Oberhaus entgegen, auf der anderen Seite haben die Gäste aus Sandhausen Sieben der letzten acht Spiele verloren und befinden sich im Abstiegskampf, jeden Punkt benötigend um nicht in die dritthöchste Spielklasse abzurutschen. Doch es sollte wieder ein Beispiel folgen wie im Sport Außenseiter ihre Chance, sei diese auch noch so klein finden und nutzen. David schlägt Goliath immer wieder …

In den ersten Minuten zeigten sich die Gäste präsent und spielten wieder erwartend gut mit und es gab Torabschlüsse auf beiden Seiten. In der.3. Minute verpasste, nach einer Flanke von Kulovits, Bouhaddouz, im Zentrum die Hereingabe nur um Millimeter. Nach 10. Minuten gab es die erste RB-Chance. Nachdem sich Klostermann auf Außenbahn durchsetzte, wurde Poulsens Schuss aus Nahdistanz vom Sandhausener Schlussmann Knaller gehalten. Nach einer Viertelstunde scheiterte Selke nach einer Überzahlsituation, als er in letzter Sekunde bei Abschluss gestört wurde.

In der Folgezeit ließ das Tempo etwas nach und Standards sorgten für Gefahrsituationen. Bis zur Halbzeitpause hatten Orban, nach einer Ecke Kaiser, per Kopf (25.), Vollmann, nach einem absolut unnötigen Foul von Ilsanker, mit einem schönen Freistoß von der Strafraumecke der knapp am langen Pfosten vorbeistrich (30.) und RB-Kapitän Dominik Kaiser mit einem stark getretenen Freistoß über die Mauer in die untere Mauerecke für Gefahr. Bei letzter Aktion musste sich Knaller richtig strecken und tauchte in Richtung Ball ab, klasse Parade vom Schlussmann.

Nachdem beide Teams in den Katakomben verschwunden und wieder aufgetaucht waren, zeigten sich in der 48. Minute zunächst die Gäste in Person von Bouhaddouz, der nach einem langen Einwurf logischerweise nicht im Abseits stand. Doch seinen Abschluss klärte Gulacsi zur Ecke die nichts einbrachte. Sonst kam von den Gästen in Halbzeit Zwei fast nichts mehr. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren mehrere Gelegenheiten gegen die nun konzentriert verteidigenden und tief stehenden Gäste, ein Tor zu erzielen. Comppers Kopfball am kurzen Posten, wieder nach einer Kaiserecke konnte ein Sandhausener Abwehrbein am langen Pfosten klären. In der 54. Minute nach schöner Kombination über die rechte Seite, auf welcher Poulsen nach innen zog, der Ball über Kaiser zu Sabitzer gelangte, welcher auf den langen Pfosten flankte, ergab sich Selke die Chance. Doch für die Direktabnahme war wieder beim starken Knaller Endstation.

Dann wie aus dem Nichts die spielentscheidende Situation in der 62. Minute mit dem Tor für Sandhausen. Nach einem Fehlpass von Kaiser spielten die Gäste ein guten Konter über die rechte Seite. Dort hatte Bouhaddouz zu viel Platz und konnte durch die schlecht gestaffelte Abwehrreihe hindurch flanken. Dort kam Vollmann angerauscht, den ersten Ball konnte Gulacsi noch blocken, doch der Ball sprang zurück an Vollmanns Torso und von da aus ins Tor.

Am Spielverlauf änderte das aber nichts. Während RB weiter das Spiel bestimmte, verteidigten die Gäste leidenschaftlich und konzentriert. Die nächste Chance bot sich dann in der 72. Minute als Bruno aus ganz spitzem Winkel abschloss, doch Knaller war wiederum auf dem Posten. Drei Minuten später lag der Ball im Gästetor, doch hatte Schiedsrichter Benjamin Cortus zu Recht auf Abseits entschieden. Wieder nur vier Minuten darauf die Riesenchance für Poulsen der aber kläglich vergab. Zunächst spielte sich Forsberg mal durch die Abwehrreihe und legte quer ab auf den frei stehenden Poulsen. Doch dieser fiel im Schuss und schoss daher aus 10 Metern weit über das Gehäuse. Die wenigen Gelegenheiten die sich den Hausherren boten um das Spiel zu drehen, wurden aber alle nicht genutzt. So auch die letzte gute Gelegenheit in der 83. Minute als wiederum Poulsen im Abseits stand. Die seltenen Gelegenheiten die sich RB boten, wurden einfach nicht genutzt. Auch in den vier Minuten Nachspielzeit wurde klar, dass die Rasenballer zwar drückend überlegen waren, aber die Sandhausener Abwehrreihe an diesem Tag einfach unüberwindlich war.

So blieb es vor 30.279 Zuschauern beim überraschenden 1:0 Auswärtssieg der Gäste. Da am Samstag aber auch die Konkurrenten aus Nürnberg ihr Spiel verloren, bleibt es beim sechs-Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Und da auch die Bochumer patzten, hat RB Leipzig vier Spieltage vor Schluss bereits einen der ersten drei Plätze sicher. Am Montag kann dann der Sportclub Freiburg mit einem Sieg in Braunschweig aber drei Punkte Vorsprung auf die Leipziger herausspielen. Doch dem Aufstieg sind die Leipziger trotz der Niederlage aber einen weiteren Schritt näher gekommen.

Stefan Siemann

 
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