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Von: Stefan Siemann

27.477 Zuschauern wurde zum Nikolaustag ein wahres Spektakel geboten. Zum Abschluss der Hinrunde musste das Team von Ralf Rangnick auf Kapitän Dominik Kaiser verzichten. Für ihn stand der zuletzt Formschwache Yussuf Poulsen in der Startformation. Und er spielte in den folgenden 92 Minuten eine entscheidende Rolle …

Wie im RB-System vorgesehen legte die Mannschaft los wie die Feuerwehr. Bereits in der dritten Minute ließ Emil Forsberg im Strafraum alle Verteidiger mit einer schönen Drehung aussteigen, doch auch sein Abschluss landete direkt in den Armen von MSV Schlussmann Michael Ratajczak. In der 14. Minute war beim vermeintlichen 1:0 auch er geschlagen. Nach einem ganz starken Konter der Leipziger schickte Marcel Sabitzer Selke in die Tiefe, der Ratajczak umkurvte und ins leere Tor einschob. Doch Assistent Florian Kornblum hob seine Fahne, eine klare Fehlentscheidung.

Dann mal ein Konter der Duisburger (16.), die schön kombinierten und in Überzahl auf Fabio Coltorti unterwegs waren, doch Marvin Compper konnte im Sprint und höchster Not zur Ecke klären. Diese konnten die Bullen nicht wirklich aus der Gefahrenzone bringen, so kam Kevin Wolze an der Strafraumgrenze an den Ball und hämmerte das Leder unhaltbar für Coltorti ins lange Eck. Ganz stark gemacht von Linksverteidiger der Gäste und die glückliche Führung für den Tabellenletzten.

Nach einer knappen halben Stunde sahen die Zuschauer die nächste schöne Kombination auf dem leipziger Rasen, diesmal wieder von den Hausherren. Marcel Halstenberg und Emil Forsberg im Doppelpass, Erstgenannter mit viel Übersicht bei der Hereingabe und Poulsen mit dem Ausgleich (27.). Sein erstes Saisontor, entsprechend groß der Jubel beim Torschützen und auf den Rängen.

Bis zur Halbzeit blieb RB weiter spielbestimmend, Duisburg bis auf einen Chanturia Schuss über das Tor (29.) ungefährlich. Für die Hausherren hatten Selke (33.) und Poulsen (37.) noch die besten Gelegenheiten. Zur Halbzeit ein insgesamt glückliches Unentschieden für Duisburg.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufhörte. RB blieb spielbestimmend, aber ohne wirklich große Chancen. Die Gäste verteidigen tief und machen mit einer Fünfer oder gar Sechserkette die Räume dicht. Die ersten Gelegenheiten dann nach Bällen über Außen. Zunächst war Compper nach einer Ecke zentral am Fünfmeterraum bei seinem Kopfball ganz frei, doch traf den Ball nicht richtig. Kurz darauf Marcel Sabitzer mit einer tollen Flanke auf den Kopf von Davie Selke doch auch er traf den Ball nicht richtig. Im Anschluss an die Situation musste Ralf Rangnick wechseln. Für den angeschlagenen Marvin Compper rückte Atinc Nukan in die Innenverteidigung.

In der 74.Minute dann eine knifflige Situation im Duisburger Strafraum, nach einer schönen Kombination über Poulsen und Forsberg ging Selke zu Boden. Doch Schiedsrichter Peter Sippel entschied auf Schwalbe und zeigte Selke dafür die gelbe Karte. Kurz darauf war die Partie für den Leipziger dann beendet. Führ in kam Nils Quaschner ins Spiel. Mit ihm sollte der letzte Puzzlestein für die fulminante Schlussphase nun im Spiel sein.

Zunächst schien sich in der 79. Minute eine alte Fußballweisheit zu bestätigen. RB Leipzig belagerte in der zweiten Hälfte das Tor der Gäste ohne die Chancen zu nutzen. Auf der Gegenseite trafen diese dann in Person von Kevin Scheidhauer mit ihrer ersten Chance. Nach einer Leipziger Ecke nutzen die Duisburger ihre Überzahl aus. Das überraschende und unverdiente 2:1. Doch wieder kamen die Leipziger zurück. Eine Ecke führten die Hausherren kurz aus. Die Flanke kam in den Fünfmeterraum, wo Ratajczak auf der Linie kleben blieb und der erst eingewechselte Quaschner zum erneuten Ausgleich einköpfen konnte (85.). Und es sollte in unglaublicher Schlagzahl weitergehen. Nur zwei Minuten später schoss Sabitzer aus spitzem Winkel ab, Ratajczak konnte zunächst zur Ecke klären. War aber anschließend erneut geschlagen Der eingewechselte Nukan lief perfekt in den Ball und schulterte eine Bogenlampe mithilfe des Innenpfostens zur Führung ins Tor. Damit aber noch nicht genug. Nach einem Duisburger Freistoß machte Coltorti das Spiel über Forsberg schnell, der wiederum schickte Bruno in die Tiefe, sein Ball parallel zur Grundlinie tunnelte Ratajczak und am langen Pfosten musste Poulsen nur noch das Bein zur 4:2 Entscheidung hinhalten.

Verrückt was hier in den letzten Minuten passierte. RB drehte das Spiel und holte damit im letzten Hinrundenspiel die Punkte 33 bis 35. Damit halten die Roten Bullen mit den Herbstmeistern aus Freiburg schritt und den Abstand auf Relegationsplatz 3 mit sechs Punkten weiterhin recht komfortabel. Am kommenden Sonntag beginnt dann mit dem nächsten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt Teil Zwei der Mission Aufstieg.

 
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