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Von: Stefan Siemann

Tabellarisch war alles klar, daher standen beim letzten Heimspiel der Saison 2015/16 gegen die HBW Balingen-Weilstetten andere Faktoren im Mittelpunkt. Persönlichkeiten, Abschiede und große Emotionen.

Bereits am frühen Nachmittag gab es das erste Highlight des Tages. Die DHfK A-Jugendmannschaft siegte im Finalhinspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die Jugend des SC Magdeburg mit 35:31. Doch der Tag sollte weitere emotionale Höhepunkte bereithalten. Vor Anpfiff wurden alle Spieler einzeln in die Halle gerufen, den Abschluss bildeten die Abgänge. Unter großem Applaus und Standing Ovations erhielten Sebastian Greß, Sergey Zhedik, Benjamin Herth, Felix Storbeck, Philipp Weber und Philipp Pöter aus den Händen von Geschäftsführer Karsten Günther Bilder, sowie lange, ehrliche Umarmungen als Dank für die gebrachten Leistungen.

Das Spiel sollte die Feststimmung in der schwül warmen Arena weiter anheizen. Von Beginn an zeigten die Hausherren eine enorme Durchschlagskraft in der Offensive. Immer wieder wurden die Spieler gesucht die sich nochmal in Szene setzen durften. So trafen Philipp Weber, mit 9 Toren dann auch bester Werfer des Spiels, aber auch Sergey Zhedik und Thomas Oehlrich. Starke 21 Tore waren es bis zur Halbzeit. Da Jens Vortman im Kasten immer wieder Paraden zeigte, unter anderem auch zwei 7-Meter, konnten die Gäste nur 14 Tore erzielen. Da in der zweiten Hälfte auch relativ schnell klar war, dass die Hausherren nichts anbrennen lassen wollten, erhielten auch die anderen Abgänge ihre Einsatzzeiten und durften sich als Torschützen auszeichnen. In der 40. Minute kam auch Felix Storbeck nochmal ins Spiel und zeigte sein Können, parierte mehrere Würfe sorgte damit für Jubelstürme im Publikum. Diese feierten den Publikumsliebling ausgiebig.

Nach dem Spiel bedankten sich Spieler und Funktionsteam mit einem riesen Plakat für die „geile Saison“ und luden alle Fans zum Fest auf Freibier und Musik ein. Während der Abschlussparty wurde auch bekannt, dass Trainer Christian Prokop von den Managern und Trainern der Bundesliga zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde. Und ein letztes Mal gab es große Emotionen in der Arena Leipzig.


Von: Stefan Siemann

Vor 4.125 Zuschauern begann der Aufsteiger vielversprechend. Die in dieser Saison international spielenden Gäste hatten dagegen ihre Mühe ins Spiel zu kommen und ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Die Leipziger standen in der Defensive sicher und hatten in der Offensive auch etwas Glück bei Abprallern. So nahm Lukas Binder in der 10. Minute einen Rückraumwurf, scheiterte zunächst an Primoz Prost im Göppinger Tor, konnte dann aber den Abpraller ohne Probleme verwandeln. Trotz zweier einfacher Gegentreffer stand die Abwehrreihe bis zur 20 Minute sicher und ließ wenig zu. Offensiv dagegen wurden die Aktionen auf verschiedene Schultern verteilt.

Doch dann gab es einen Bruch im Leipziger Spiel. Nichts wollte mehr gelingen und der Favorit kam ins Rollen und zog vorbei. Von 10:6 drehten die Gäste das Spiel auf 10:14. Erst Philipp Weber konnte mit einem 7 Meter den 8:0 Lauf beenden und den Halbzeitstand von 11:14 herstellen. Mit dem Halbzeitpfiff kassierte auch Michael Kraus, Weltmeister von 2007, eine Zeitstrafe, sodass der SC DHfK nunmehr in doppelter Überzahl agieren konnte, doch weiter blieb die Offensive harmlos und es konnte keine Aufholjagd gestartet werden. Lediglich Krzikalla (34.) konnte einen Treffer aus dem Spiel heraus markieren. Daraufhin nahm Trainer Christian Prokop in der 42. Minute beim Stand von 15:20 seine Auszeit.

In der 46. Schien ein Comeback der Leipziger dann doch nochmal möglich. Binder und Jurdzs verkürzten auf 18:22 und die Gastgeber waren in Ballbesitz, doch wieder stand das schwache Offensivspiel im Weg, so dass die Gäste keine Probleme hatten den Spielstand konstant bei fünf Toren Vorsprung zu halten. Besonders Daniel Fontaine führte mit acht Toren die Göppinger zu Auswärtserfolg. Auf Leipziger Seite ist lediglich Philipp Weber herauszuheben, welcher mit ebenfalls acht Toren bester Werfer war. Alle Treffer resultierten aus der 100% Erfolgsquote bei 7 Metern. So auch der Treffer zum 22:27 Endstand.

 
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