SPORTAKUS | Projekt Sport und Medien Leipzig

All posts tagged 8. Spieltag

Von: Stefan Siemann

 

Zum Abschluss des achten Spieltags stand das Topspiel der 2. Bundesliga auf dem Plan. 25.869 Zuschauer wollten sich dieses nicht entgehen lassen und sahen für ihr Eintrittsgeld eine lange Zeit hochklassige, schnelle und chancenreiche Partie, die bis zum Schlusspfiff Spannung bot.

Eröffnet wurde die Partie in der 6. Minute als Nils Petersen sich im Zweikampf nicht fallen ließ, in den Strafraum eindrang dann aber verzog knapp. In der 11. Minute dann die erste RB-Leipzig-Chance. Massimo Bruno wühlte sich im Strafraum durch, der Ball gelangte zu Selke, der sofort abzog, aber ebenso wie Petersen knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Nur eine Minute später dann eine Riesenparade von Fabio Coltorti. Nach einer Ecke konnte Maik Frantz frei auf das Tor köpfen, doch der Schweizer kratzte das Leder von der Linie. Kurze Zeit später war das 0:0 dann glücklich für die Bullen. Und wieder waren die Bullen nach einer Ecke unsortiert und wieder konnten Sie sich bei ihrem Schlussmann bedanken, der sich mit vollem Körpereinsatz vor Immanuel Höhn warf und den Schuss blockte (18.).

In der 23. Minute konnte dann auch Alexander Schwolow im Freiburger Kasten sein Können zeigen. Erst flog er beim Aufsetzer von Marcel Halstenberg Richtung Torwinkel und rettete, dann klärte er mit einem Fußreflex aus kurzer Distanz gegen den Kopfball von Marcel Sabitzer. Doch nach einer knappen halben Stunde die bis dato verdiente Führung für die Gäste. Nils Petersen wartete an der Abseitsgrenze, wurde im richtigen Moment bedient und ließ sich seine zweite Großchance nicht entgehen.

In der 39. Minute jubelten dann die Gastgeber über den vermeintlichen Ausgleich, doch Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied auf Abseits, dieses war von der Pressetribüne aus nicht zu erkennen. Zwei Minuten vor der Halbzeit das bekannte Leipziger Abschlussproblem. Wieder war man in der finalen Aktion zu verspielt, wieder ein Querpass zu viel. Statt selber den Abschluss zu suchen spielte Emil Forsberg nochmal quer und fand in der Mitte aber keinen Abnehmer.

Halbzeitfazit: Eine Partie auf hohem Niveau. Schnelle Spielpassagen und gute Chancen auf beiden Seiten vereitelt von großen Paraden. Freiburg dann Mitte der Halbzeit mit der verdienten Führung, doch im weiteren Verlauf die Gelegenheiten zum Ausgleich, doch mit dem Stand von 0:1 ging es in die Kabinen. In Selbiger blieb Stefan Illsanker. Für ihn kam Georg Teigl auf die linke Außenverteidigerposition, Lukas Klostermann nun auf der Illsankerposition in der Innenverteidigung.

Zwei Minuten nach dem Wiederbeginn dann gleich eine schöne Kombination der Roten Bullen. Diego Demme letztlich mit einem scharfen Pass auf Selke, der den Ball direkt ins lange Eck prallen ließ. Und weiter Druckphase RBL. Sabitzer mit dem Kopfball, Schwolow machte sich lang und kratzte den Ball aus dem Eck (51.). Das Tempo war hoch in dieser Partie.

Freiburg nun mehr durch Konter gefährlich. In der 58. Minute hatte Maximilian Philipp im Eins-gegen-Eins die beste Gelegenheit, doch sein Abschluss landete zentral in den Arme Coltortis. Und bei den Leipzigern dauerte es immer wieder zu lange, bis der Abschluss gesucht wurde, dieses Mal war es Marcel Sabitzer, der immer wieder verzögerte, bis schließlich die Freiburger Abwehr klären konnte. Doch blieb festzuhalten, dass die zweite Halbzeit bisher klar von der Heimelf bestimmt wurde.

Dann allerdings ließ die Qualität des Spiels merklich nach. Fehlpässe und Fouls ließen wenig Spielfluss, wenig Tempo und damit auch keine Torchancen zu. Erst als es nach einem langen Coltorti-Abwurf schnell ging hatte Forsberg mit seinem Schuss die nächste Gelegenheit. Da waren mittlerweile aber schon 80 Minuten gespielt. Das war aber auch die einzigen nennenswerte Aktion bis zur in engen Spielen klassischerweise spannenden Schlussphase. In welcher man merkte, dass die Leipziger den Sieg mehr wollten, doch fehlten ihnen die Mittel gegen die gut sortierte Freiburger Abwehr. So blieb es bei der Punkteteilung im Spitzenspiel. Beide Teams konnten damit nicht 100% glücklich sein, doch bleiben beide weiter in der Spitzengruppe (RBL 6. und SCF 2.).

 
'