SPORTAKUS | Projekt Sport und Medien Leipzig

Kein Sieger im Spitzenspiel

Rote Bullen und Rote Teufel trennen sich torlos

Von: Stefan Siemann

Zum Abschluss der Leipziger Heimspielfesttage gab sich der traditionsreiche 1.FC Kaiserslautern beim Zweitliganeuling die Ehre. Beide Vereine standen vor der Partie als Tabellennachbarn auf den Plätzen 4 und 5 in unmittelbarerer Nähe der Aufstiegsränge und hatten die Chance bis auf den zweiten Platz vorzurücken. RB-Trainer Alexander Zorniger gönnte den Pokalkämpfern Lukas Klostermann, Diego Demme und Georg Teigl eine Pause und brachte mit Marvin Compper, Joshua Kimmich und Sebastian Heidinger insgesamt (nur) drei frische Kräfte.

Nach einer kurzen Abtastphase schossen sich die Gäste auf das Tor der Leipziger ein. Zunächst rettete Leipzigs-Torhüter Fabio Coltorti in der 23. Minute bei einem Fernschuss von Jenssen und dann nur zwei Minuten später erneut bei einem Hofmann-Schuss aus der Distanz. Die Luft wurde dünner, die Einschläge kamen näher, dabei war Lautern besonders nach Standards gefährlich. Ein Eckball fand Willi Orban im Strafraum, dessen Kopfball an die Latte klatschte (28.). In Hälfte 1 waren die Gäste die gefährlichere Mannschaft. Bei den Bullen kamen weder von den Spitzen Poulsen und Frahn, noch von Kaiser nennenswerte Aktionen.

Die erste auffällige Aktion der Drei hatte nach 40 Minuten Dominik Kaiser, der nach einer Kopfballvorlage von Kapitän Frahn nur knapp verpasste. Doch spielbestimmend blieben die Roten Teufel, die ideenreich über die Außen für Gefahr sorgten, die Abschlüsse im Strafraum aber zu selten suchten und stattdessen aus der Distanz aufs Tor schossen. Somit blieb es zur Halbzeit beim torlosen Unentschieden. Die Leipziger wirkten müde, die Teufel dagegen zielstrebiger, mit Pech beim Kopfball von Orban in der 28. Minute.

Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine, doch die Leipziger hatten etwas mehr Elan in ihrem Pausentee und hatten die ersten beiden kleineren Gelegenheiten. Doch als sich diese als kurzes Strohfeuer entpuppten, reagierte Alexander Zorniger und brachte Terrence Boyd und Georg Teigl für Daniel Frahn und Joshua Kimmich (54.). Auf den Wechsel folgte die bis dato beste Chance der Leipziger. Doch Tobias Sippel im Lauterer Tor lenkte einen Kaiser Freistoß gerade noch so zur Ecke.

Doch aus dem Spiel heraus taten sich beide Mannschaften schwer. Viele kleine Fouls störten den Spielfluss, viele Fehlpässe machten das Ganze nicht besser und so wurde das Warten auf gefährliche Aktionen zum Geduldsspiel. Eine dieser seltenen Gelegenheiten hätte Philipp Hofmann in der 68. Minute nutzen müssen. Nach mustergültigem Pass von Armin Younes umkurvte er Coltorti, traf dann aber nur den Pfosten des leeren Tors, Glück für die Roten Bullen. Dann auf der Gegenseite die Riesenchance. Terrence Boyd setzte sich im Strafraum durch, passte von der Grundlinie auf Poulsen, dessen Schuss aus einem Meter aber auf der Linie von Schulze zur Ecke abgefälscht wurde (78.).

Insgesamt boten die Bullen den 25.637 Zuschauern aber eine starke kämpferische Leistung und erhöhten in den letzten Minuten den Druck auf die etwas müde wirkenden Teufel. Diese konnten nur noch mit langen Bällen für kurzfristige Entlastung sorgen. RB gelang es aber weder aus dem Spiel, noch doch Standards den entscheidenden Punsch zu setzen. Die letzte Gelegenheit des Spiels hatte Willi Urban in der ersten Minute der Nachspielzeit, doch sein Abschluss verfehlte das Tor knapp. Damit blieb es abschließend beim gerechten 0:0 mit dem beide Mannschaften leben konnten, welches den Bullen reichte um wieder auf den dritten Platz vorzurücken.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Kosta Runjaic:

„Beide Mannschaften haben in der ersten Viertelstunde gar nicht Fußball gespielt. Bin sehr stolz auf die Jungs. Dieser Punkt geht für uns mehr als in Ordnung.“

 

Alexander Zorniger:

„Wir haben nur die langen Bälle gespielt, uns damit die Optionen genommen. In der Zweiten Halbzeit haben wir uns früh korrigiert und damit besser ins Spiel gefunden. Das 0:0 ist ein korrektes Resultat.“

 
Comments
 
'