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RB Leipzig zurück auf direktem Aufstiegsrang

Von: Stefan Siemann

Die Roten Bullen haben sich gegen Fortuna Düsseldorf zum Sieg und damit zurück auf einen direkten Aufstiegsrang geschossen. Da der VfL Bochum nach einer 2:0 Führung noch mit 3:2 verliert und die Leipziger nun seit acht Spielen ungeschlagen sind, stehen die Bullen nun dort wo sie auch nach 34 Spieltagen stehen wollen. Auch der Weg dorthin war heute die weiteste Strecke sehr ansehnlich. Von Beginn an bestimmten die Gastgeber das Geschehen vor den 24.095 Zuschauern.

5. Minute: Diego Demme steckte auf das startende Geburtstagskind Emil Forsberg durch, doch dessen Flachschuss konnte Fortunen-Keeper Michael Rensing per Fußabwehr klären. 10. Minute: Marvin Compper köpfte eine Ecke nur knapp am langen Pfosten vorbei. 12. Minute: Eine schöne Kombination über die linke Seite, doch der Abschluss von Dominik Kaiser aus spitzem Winkel ging über das Tor. 17. Minute: Eine Ecke flach auf den kurzen Pfosten gespielt, brachte Willi Orban aufs Tor, doch Pohjanpalo konnte zur erneuten Ecke klären. Die Bullen klar die bessere und spielbestimmende Mannschaft, doch in der Folgezeit agierte RB mit vielen langen Bällen auf die Flügel, doch die Hereingaben waren viel zu ungenau und fanden im Zentrum keine Abnehmer.

In der 34. Minute war der Ball dann das erste Mal im Tor, doch Schiedsrichter Harm Osmers verwehrte die Anerkennung. Und das vollkommen zu Recht, denn Forsberg stand beim Abspiel im Abseits. Es war bereits die dritte Abseitsposition der Roten Bullen, bis zu diesem Zeitpunkt kamen vier Ecken hinzu, welche den Offensivdrang belegen. Zum Vergleich: bei den Düsseldorfer Offensivwerten stand zu diesem Zeitpunkt jeweils eine Null. Damit kam auch wieder etwas Schwung in die Partie. Um genau zu sein, brachte RB Schwung in die Begegnung.

In der 40.Minute prüfte Kapitän Dominik Kaiser mit einem schönen Schuss aus dem Rückraum Rensing, der aber blitzschnell abtauchte und die Null hielt. Kurz darauf hatten die Gäste bei einer weiteren Ecke Glück, denn bei dem Gewusel im Strafraum brachte kein Spieler den Ball sauber aufs Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konterte RB im eigenen Stadion, doch Davie Selke scheiterte wieder am starken Rensing, der zur mittlerweile sechsten Ecke klärte. Diese nun, die letzte Aktion der ersten Hälfte, brachte endlich die hochverdiente Führung. Demme zog aus 25 Metern ab, verzog eigentlich, doch der Ball sprang Forsberg in die Füße, der frei vor Rensing stand und technisch anspruchsvoll mithilfe des Innenpfostens zur überfälligen Führung einschob.

Auch die zweite Halbzeit ging gut los. In der 47. Minute forderten Davie Selke, Marcel Sabitzer und 24.000 weitere Zuschauer einen Handelfmeter, doch … Dann aber die erste Chance für die Gäste. In der 53. Minute hat RB Glück. Eines der vielen unnötigen Fouls und damit ein Standard in Strafraumnähe. Diesen konnte Fabio Coltorti nur unzulänglich wegfausten, Fink kam an den Ball, der auf Pohjanpalo weiterleitete, welcher das Leder aber nur gegen den Pfosten knallte. RB blieb in der Folgezeit aber spielbestimmend, Zunächst konnte Davie Selke von der Chance überrascht, den Ball mit seinem Schienbein nicht auf das Tor bringen, aber nur eine Minute später folgte dann das 2:0 durch Marcel Sabitzer (64. Minute). Einen schöne Körperdrehung und einen perfekt gespielten Ball von Emil Forsberg veredelte der Angreifer in die kurze Ecke zum 2:0.

In der 68. Minute war der Ball dann das vierte Mal im Netz. Doch Willi Orban stand im Abseits. Wieder richtig gesehen vom Gespann um Harm Osmers. Drei Minuten später war es dann endlich soweit. RB stand dann auf einem direkten Aufstiegsplatz, da der VfL Bochum beim FSV Frankfurt seine 2:0 Führung verspielt hatte. Nun galt es für die Bullen die eigene Führung über die Zeit zubringen. Doch wie aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer und machte die Partie wieder spannend. Eine Ecke köpfte Fortunen-Kapitän Karim Haggui in der 75. Minute ein und ließ Coltorti dabei keine Abwehrchance. Der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase!? Nein nicht wirklich, die Leipziger hatten alles im Griff und ließen nichts anbrennen. Trotz der offensiven Wechsel und dem Neuzugang Alexander Madlung als Stoßstürmer hatten die Bullen die besseren Chancen und hätten die Partie deutlicher gestalten müssen. Die beste Gelegenheit hatte dabei Dominik Kaiser aus 18 Metern. Aber sein Drehschuss strich knapp über das Tor (89. Minute).

Kurz darauf war dann Schluss in der Red-Bull-Arena und die Leipziger wieder auf dem herbeigesehnten direkten Aufstiegsplatz. Bereits am Dienstag kann die Erfolgsserie dann im DFB-Pokal bei der Spielvereinigung in Unterhaching fortgesetzt und in das Achtelfinale eingezogen werden, bevor es am Sonntag in Sandhausen wieder um Punkte für den Aufstieg geht. Bundesliga in Leipzig, das Projekt wird immer konkreter.

 
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