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Leipziger machen Ingolstadt zum Herbstmeister

Rote Bullen verlieren die Partie und Terrence Boyd

Von: Stefan Siemann

Gegen den Tabellen-1. am 2. Advent wollten die Roten Bullen die 3 Punkte holen um im Jahresendspurt weiter im Aufstiegsrennen mitzumischen. Der Tabellenführer aus Ingolstadt dank Hauptsponsor Audi mit vergleichbar guten Bedingungen wie die Leipziger dank Red Bull ausgestattet, ist momentan die Mannschaft der Stunde in der Zweiten Liga. Die Gäste stehen seit Ende September auf dem Platz an der Sonne, die Rasenballer verhindern aller zwei Wochen durch wenig punktebringende Ergebnisse auf fremden Plätzen selbst eine bessere Platzierung.

Die Partie begann richtig in der 5. Minute. Die Gäste hatten in Person von Benjamin Hübner die erste Gelegenheit des Spiels. Kurz darauf schon die verdiente Führung. Zunächst traf Mathew Leckie mit seiner Direktabnahme nur den rechten Pfosten, bevor Pascal Groß den Abpraller mithilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 nutzte. Im Anschluss entwickelte sich eine zerfahrenen Partie mit Vorteilen für die Gäste die das Leipziger Spiel effektiv unterbanden. Terrence Boyd und Matthias Morys in der Spitze fehlte die Bindung zum Spiel. Das Fehlen von Georg Teigl und Yussuf Poulsen war deutlich zu spüren.

Insgesamt war es eine von beiden Seiten verbissen geführte erste Hälfte mit vielen Fouls und Unterbrechungen, wobei aber besonders die Roten Bullen immer wieder zu spät in die Zweikämpfe kamen. Dann ein weiterer Rückschlag in der 34. Minute. Terrence Boyd verletzte sich am rechten Knie so schwer, dass er ausgewechselt werden und mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Er wurde durch Clemens Fandrich ersetzt (36.). Der einzige Leipziger Torschuss resultierte aus einem Kaiser-Freistoß in der 40. Minute, welcher aber sichere Beute Ramazan Özcan im Ingolstädter Tor wurde.

Für die zweite Hälfte brachte Alexander Zorniger Ante Rebic für den blassen Mathias Morys. Und der Kroate fügte sich gut ein, sorgte für mehr Bewegung und Gefahr in der Hälfte der Gäste, so dass der Tabellenführer weniger vom Spiel hatte als in der ersten Halbzeit. Erst in der 60. Minute durch Mathew Leckie den ersten Schuss verbuchen konnte. Im direkten Gegenzug hatten die meisten der 23.985 Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, doch den Kopfball von Daniel Frahn konnte Marvin Matip von der Linie schlagen.

Nach 65 Minuten dann der nächste Hochkaräter. Einen nach einem Freistoß brachten die Gäste den Ball nicht weg, so dass Tobias Levels im letzten Moment gegen Niklas Hoheneder klären musste. Kurz darauf zog Alexander Zorniger sein letztes As aus dem Ärmel und brachte Yussuf Poulsen für seinen Kapitän in die Partie. Doch die nächste Chance bot sich wieder den Gästen. Matip verlängerte einen Freistoß nur knapp um den langen Pfosten herum. Bevor auf der Gegenseite Anthony Jung aus 25 Metern abzog und Özcan sein ganzes Können aufbieten musste um den Ball mit seinen Fingerspitzen über den Querbalken zu lenken.

Die Schlussphase gehörte, wie schon die bisherige zweite Halbzeit, den Roten Bullen. Aber erst in der 86. Minute hätte es wieder klingeln müssen im Ingolstädter Kasten. Doch beim Scheibenschießen im Strafraum trafen die Bullen lediglich die Abwehrspieler und keinen Volltreffer. Die Schanzer verschanzten sich sprichwörtlich im und um ihren Strafraum, verstärkten mit Andre Mijatovic nochmal ihr Bollwerk und brachten so das knappste aller Ergebnisse über die 93. Minuten. 8:0 Ecken für die Leipziger und 56 Fouls mit neun gelben Karten beweisen noch einmal die grenzwertige Härte dieser Partie, welche gerechter Weise mit einem Unentschieden hätte enden müssen.

 
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