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Intensiver Heimauftakt für die Roten Bullen

SpVgg Greuther Fürth verlangt RB Leipzig alles ab

Von: Stefan Siemann

Ab der ersten Minute machten beide Mannschaften klar, dass sie gewillt waren hier und heute alles zu investieren um die drei Punkte zu sichern. Tempo und intensiv geführte Zweikämpfe bestimmten das Geschehen. Torszenen gab es mehr als genug. Beginnend mit dem 0:1 in der 12. Minute. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Gjasula punktgenau auf den alleinstehenden Sebastian Freis, der aus fünf Metern locker einköpfen konnte. Fabio Coltorti war zwar mit der Fußspitze noch am Ball, konnte den frühen Rückstand aber nicht verhindern. Doch postwendendgab es den Ausgleich durch das erste Pflichtspieltor im RB-Dress von Davie Selke. Mit einer gekonnten Ballmitnahme, nach Pass von Lukas Klostermann, ließ Selke Fürth-Kapitän Benedikt Röcker stehen und versenkte das Leder aus spitzem Winkel flach unter seinem Ex-Bremer Teamkammeraden Sebastian Mielitz im Tor.

Die nächste Gelegenheit in der 27. Minute für Anthony Jung. Eine abgefälschte Flanke landete an der 16 Metergrenze, wo Jung flach abzog. Mielitz aber diesmal auf dem Posten und mit einer guten Parade. RB hatte nun mehr Spielanteile und kam öfter in den Strafraum. In der 39. Minute erreichte ein langer Ball von Atinc Nukan Davie Selke, welcher den Ball technisch gekonnt herunternahm und mit dem nächsten Kontakt direkt abschloss. Der Ball verfehlte den langen Pfosten nur um wenige Zentimeter. Nur eine Minute später aber die erneute Führung für Fürth. Veton Berisha war beim Pass in die Tiefe nicht ganz auf gleicher Höhe wie Nukan, der den Vorsprung des schnellen Stürmers nicht aufholen konnte und so beim Treffer von Berisha einen Premiumplatz hatte.

Kurz vor der Pause dann nochmal Chancen auf beiden Seiten. Zunächst verfehlte Poulsen aus 20 Metern nur knapp das Tor, bevor auf der Gegenseite Orban einen schnellen Konter im Strafraum klärte. Mit dem Halbzeitpfiff noch einmal Fürth, doch der Kopfball von Berisha ging nur um Haaresbreite am Coltorti-Tor vorbei. Nachdem RB scheinbar das Spiel in den Griff bekam, konterten die Kleeblätter eiskalt und gingen mit der Führung in die Pause. Fürth cleverer, hinten sicher und vorne gefährlich.

Der erste Abschluss der zweiten Hälfte ging wiederum an die Grün-Weißen, doch Coltorti konnte den Freis-Schuss parieren. Und Freis machte weiter auf sich aufmerksam. Wieder kam der lange Ball, diesmal von Stiepermann, und hebelte die Bullenabwehr aus. Freis versuchte den Schlenzer, doch der Ball segelte am Tor vorbei. Glück für RB (52.).

Die nächsten Stationen im schnellen Spiel an dieser Stelle mal Steno. 61. Massimo Bruno für Yussuf Poulsen. 64. Berisha ist nach Ballverlust im Aufbau frei durch, doch Coltorti klärte per Fußabwehr. 70. Minute: zweiter Wechsel Stefan Ilsanker geht, Nils Quaschner kommt. 74. Minute: Sabitzer verliert den Ball am Strafraum über einen Pass in die Tiefe läuft Berisha ab der Mittellinie alleine auf Coltorti zu, scheitert aber am Außennetz. Bis dato bezeichnend für das heutige Spiel.

Kaum geschrieben, wurde der Autor eines besseren belehrt und erlebte einen Gänsehautmoment erleben. Emil Forsberg, der bislang bemühte, aber glücklose Offensivspieler schoß, wie Selke, mit einem satten Schuss sein erstes Tor für die Leipziger und wurde dafür von den 27.216 Fans plus Stadionsprecher frenetisch gefeiert. Spielstand also wieder auf null und noch eine Viertelstunde zu gehen.

Und diese wollten die Roten Bullen anscheinend nutzen, machten Druck und spielen sich ein ums andere mal in die Nähe der Fürther Box, doch wie schon das gesamte Spiel blieben die Gäste bei Kontern brandgefährlich. Für die Schlussminuten kam dann noch Diego Demme für den ausgepumpten Marcel Sabitzer. In der Nachspielzeit sorgte Selke zunächst für Gefahr, als er im Strafraum den Ball festmachte, aber nicht zum Abschluss kam. Dann auf der Gegenseite der nächste Hochkaräter. Weilandt mit einer Flanke auf Berisha, der den Ball direkt nahm und den Siegtreffer nur um Millimeter verpasste.

Das war dann auch die letzte Gelegenheit in einem hochklassigen, temporeichen Spiel. RB mit mehr Ballbesitz, aber Fürth über die Konter stets gefährlich. Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätten beide Teams gewinnen können. Insgesamt hatte Fürth aber die besseren Chancen und den Sieg somit etwas mehr verdient als die fleißigen und bemühten Gastgeber. Beide Teams sind nun gemeinsam auf Platz Vier der Tabelle geklettert und halten damit Anschluss an die Tabellenspitze. RB muss am nächsten Spieltag nach Braunschweig, Fürth spielt auf St. Pauli.

 
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