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Heimsieg über Braunschweig

Bullen nach Sieg über Bundesligaabsteiger auf Platz 2

Kapitän Daniel Frahn (RB Leipzig) beim Torschuss

Kapitän Daniel Frahn (RB Leipzig) beim Torschuss. Photo: GEPA pictures/ Roger Petzsche

Vor 24.949 Zuschauer besiegten die Roten Bullen die Eintracht aus Braunschweig. Mit großen Verletzungssorgen gingen die Mannen von Trainer Alexander Zorniger gegen die Kultkicker von Torsten Lieberknecht ins Spiel. Trotz angekündigten Fanboykott war der Gästeblock gut gefüllt und sah besonders in der ersten Halbzeit eine hochklassige Zweitligapartie.

Von: Stefan Siemann

Die Begegnung begann flott, schon in der 3. Minute die erste Gelegenheit. Poulsen und Kimmich nahmen auf der rechten Seite Fahrt auf, die Hereingabe fand in der Mitte Daniel Frahn, doch dessen Kopfball konnte Rafal Gikiewicz im Braunschweiger Tor zur Ecke klären. Nach sieben Minuten gab es die erste Gelegenheit auf der anderen Seite. Wieder sorgte eine Flanke für Gefahr, doch der von Leverkusen ausgeliehene Koreaner Ryu schoss über das Bellot Tor. In der Folgezeit hatten die Gäste zunächst mehr vom Spiel und setzten sich in der Leipziger Hälfte fest.

Etwas überraschend dann die Bullenführung. Der Ball gelangte über einen schnellen Konter via Joshua Kimmich zu Yussuf Poulsen, der den Ball etwas glücklich behaupten konnte und anschließend gefühlvoll über Gikiewicz ins Tor hob (19.). Der Jubel war noch nicht verklungen, da machte Daniel Frahn den Doppelschlag perfekt. Matthias Morys, aus nicht geahndeter Abseitsposition kommend, flankte von der rechten Seite stark an den Fünfmeterraum, wo der Kapitän keine Probleme hatte mit seinem zweiten Saisontor die Anzeigetafel auf 2:0 zu stellen.

Mit der Führung im Rücken agierten die Roten Bullen dann sicherer. Doch die Gäste schüttelten sich kurz und nahmen wieder Fahrt auf, sodass die Partie in hohem Tempo weitergeführt wurde. Nach 35 Minuten setzte Torsten Lieberknecht dann ein Zeichen und brachte Orhan Ademi, für Ryu, der nicht ins Spiel gefunden hatte. Infolgedessen kamen die Gäste nun zu mehr Gelegenheiten. In der 40. Minute verlor Marvin Compper einen Zweikampf, den folgenden Schuss konnte Bellot nur prallen lassen, diesen konnte die Abwehr aber aus der Gefahrenzone schlagen.

RB Leipzig vs Braunschweig

Yussuf Poulsen (RB Leipzig) und Rafal Gikiewicz (Braunschweig) Photo: GEPA pictures/ Roger Petzsche

Kurz vor Halbzeitpfiff hatte Daniel Frahn mit einem Kopfball und einem Fernschuss noch zwei Gelegenheiten, doch es blieb beim hochklassigen 2:0 zur Pause. Die gute erste Halbzeit beider Mannschaften machte allen Beteiligten Lust auf mehr. Für die zweite Halbzeit stellte Alexander Zorniger um. Der gelbverwarnte Marvin Compper blieb in der Kabine, Rani Khedira rückte in die Innenverteidigung und Stefan Hierländer kam neu ins Spiel.

Die Abstimmung passte noch nicht, da nutzten die Gäste dies zum Anschlusstreffer. Gästekapitän Ken Reichel hatte auf der linken Seite viel zu viel Platz und Zeit um im Strafraum einen Abnehmer zu finden. Diese Aufgabe übernahm Havard Nielsen, welcher keine Probleme hatte aus 11 Metern zum Anschluss einzuschieben (48.) und damit nach 408 Minuten für das erste Leipziger Gegentor dieser Saison sorgte.

Auch in der Folgezeit blieben die Gäste spielbestimmend und drückten auf den Ausgleichstreffer. Von den Leipzigern kam offensiv nur noch wenig Entlastung. Die Braunschweiger dagegen mit mehr Ballbesitz und strukturierterem Spiel. Wirklich hochkarätige Chancen blieben aber aus. Um das Spiel für die Schlussviertelstunde zu beruhigen, kam auf Leipziger Seite Dominik Kaiser für Matthias Morys ins Spiel, damit verbunden wurde das System vom 4-3-3 auf das bekannte 4-3-1-2 umgestellt. Bei den Gästen kamen Marc Pfitzner und Dennis Kruppke für Mirko Boland und Bakenga.

Dann aber fiel die Vorentscheidung. Joshua Kimmich, der schon das erste Tor vorbereitet und das zweite eingeleitet hatte, spielte einen weiteren tollen Pass auf Poulsen in die Tiefe, der den Ball mitnahm, Gikiewicz umkurvte und zum entscheidenden 3:1 einschob (84.). Kurz darauf brachte Alexander Zorniger dann mit Zsolt Kalmar für Kapitän Daniel Frahn einen weiteren Stabilisator ins Mittelfeld. Vier Minuten gab es vom starken Schiedsrichter Felix Zwayer oben drauf. In diesen gab es keine spektakulären Szenen mehr, sodass es bei dem 3:1 und somit bei den drei Punkten für die Leipziger blieb.

Stimmen zum Spiel:

Yussuf Poulsen sprach nach dem Spiel im Sportakus-Interview von einer guten ersten Halbzeit und der Gefährlichkeit es Umkehrspiels. Zum Ende des Spiels seien alle Beteiligten platt gewesen. Für seinen Mitbewohner und doppelten Vorlagengeber Joshua Kimmich versprach er sich am heutigen Abend eine kleines Dankeschön zu überlegen.

 Torsten Lieberknecht:

Glückwunsch an Alex und sein Team. In den entscheidenden Momenten haben wir gravierende Fehler gemacht. Den Toren sind Fehler von uns vorausgegangen. Nach der Umstellung auf 4-3-1-2 haben wir das Spiel in den Griff bekommen, aber mit der Brechstange auf das 2:2 gespielt. Wir müssen die Fehler nun abstellen. Die Mannschaft hat Potenzial. Nun müssen wir Worten Taten folgen lassen.

Alexander Zorniger:

In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, besonders bei der Präsenz im vorderen Raum.. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann kaum Zugriff, kaum Ballbesitz. Wir sind sehr froh über den Sieg gegen eine engagierte Mannschaft.

 
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