SPORTAKUS | Projekt Sport und Medien Leipzig

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Von: Stefan Siemann

Mit den Worten von Ralph Hasenhüttl kann man das Geschehen bei der Bundesligapremiere von RB Leipzig vielleicht ansatzweise beschreiben. Unglaublich was ab 18.30 Uhr in der Red-Bull-Arena los war. Die Rahmenbedingungen für die Rückkehr Leipzigs in die höchste deutsche Fußballiga waren natürlich auch wie gemalt. Da kommt nach 22 Jahren Abstinenz der deutsche Vizemeister. Vielleicht auch die einzige Mannschaft die den großen Bayern potenziell gefährlich werden könnte und wird vor 42.558 Zuschauern mit einem Last-Minute-Tor besiegt. Da kam einiges Zusammen was die Seelen der Leipziger Fußballfans erreichte und die dankten es mit einer wirklich unfassbaren Stimmung!

Über das Spiel an sich soll in diesen Zeilen gar nicht so viel zu lesen sein. Spielberichte gibt es zum Nachlesen fünf Minuten nach Abpfiff. Aber natürlich beeinflussen sich Spiel und Stimmung gegenseitig. An diesem Tag puschte die ausgelassene „Wir sehen endlich wieder Bundesligafußball in Leipzig“-Stimmung gefühlt auch das Geschehen auf dem Platz. Natürlich war die Rollenverteilung klar und auch der Spielverlauf zeigte, dass es schon einen Grund gibt, warum Rollen verteilt werden, aber die Bullen hielten an ihrer Art des Fußball fest und wurden dafür belohnt. Nachdem der BVB in der Anfangsphase gefühlte 75% Ballbesitz hatte, aber die Chancen nicht nutze, fanden die Leipziger immer wieder Lücken in der Abwehr und spielten wie vorgesehen, schnell in die Tiefe. Bei jedem dieser langen Bälle spürte man wie deutlich die Fans mitgehen und jede Aktion „ihrer“ Mannschaft honorieren. Da beide Teams von Haus aus schnell in die Spitze spielen wollen, bot die Partie auch dementsprechend Tempo. Von der 25. bis zur 30. Minute bot sich erstmals die Möglichkeit sein eigenes Wort zu verstehen, der Rest war einfach LAUT! Das Fehlen der meisten Ultras im schwarz-gelben Fanblock machte sich deutlich bemerkbar. So wurde der Hauptteil der Stimmung vom C-Block getragen.

Nach der Halbzeit wurde das Spiel „intensiv“ geführt. Gerne auch mit den berühmten Zeugnisworten „Er/Sie hat sich stets bemüht“ zu vergleichen, den bis zur 70. Minute passierte wirklich nicht viel. Viele Fehlpässe und gut sortierte Defensivreihen ließen das ganze Geschehen zu Rasenschach verkommen. Was beide Trainer von der Bank nachlegen konnten ist dann natürlich absolut hochklassig. Beim BVB kommen ein Europameister (Guerreiro), ein europaweit gejagtes Toptalent (Dembele) und naja Adrian Ramos. (Es sitzen aber noch zwei Weltmeister, der U-19 Kapitän und der jüngste US-Nationalspieler aller Zeiten auf der Bank!) Bei RB Leipzig mit EM-Teilnehmer Forsberg, dem Toptalent und Last-Minute-Transfer Burke, sowie dem auch international begehrten Keita auch nochmal richtig klasse Leute. Das Duell der Einwechslungen entschied Ralph Hasenhüttl dann aber ganz klar für sich, den das entscheidende Tor ging über Forsberg – Burke – Keita in die Ekstase über.

Es ist wirklich schwer zu beschreiben welche Intensität der Jubel im Rund jeden Einzelnen anfasste und bewegte. Was sich an Emotionen entlud war schlicht und ergreifend atemberaubend. Über den Innenraum rannte alles was nicht gerade schwarz-gelb gekleidet war in eine riesige Jubeltraube hinein und feierte alles raus. Auf den Rängen ebenso eine Energiewelle den Emotionen schwappte durch das Rund und wurde gefolgt von der Nächsten und der Nächsten… Die Nachspielzeit beschenkte die emotionalisierten Zuschauer mit einem schnellen Wechsel von Zittern bis zur ausgelassenen Freude. Minutenlang wurden die Bundesligahelden dann vor dem Fanblock frenetisch gefeiert. Am Tag an dem bei ganz großen Emotionen ein Kapitel der Leipziger Bundesligageschichte geschrieben wurde.


Martin Schmitt (søndag 2. omg.)

Martin Schmitt (Quelle: Flying Team Vikersund)

Seit dem Sommersemester 2015 findet an der Sportwissenschaftlichen Fakultät eine neue Trainerausbildung statt. Die 15 Teilnehmer des ersten Durchgangs erhalten heute, Mittwoch den 22. Juni, ihre Zeugnisse. Mit dabei: Jahrgangsbester und Skisprung-Weltmeister und -Olympiasieger Martin Schmitt. Der zweite Durchgang läuft aktuell in Kooperation mit mehreren Sportverbänden an. Dieses brisante Thema schmückt auch die aktuelle Ausgabe des Sportakus, die ab sofort und noch bis 1. Juli täglich 11-14 Uhr in der Mensa des Sportcampus zu erhalten ist. Schaut vorbei und lasst euch dieses Hintergrundwissen nicht entgehen!!!

 

 


Von: Stefan Siemann

Tabellarisch war alles klar, daher standen beim letzten Heimspiel der Saison 2015/16 gegen die HBW Balingen-Weilstetten andere Faktoren im Mittelpunkt. Persönlichkeiten, Abschiede und große Emotionen.

Bereits am frühen Nachmittag gab es das erste Highlight des Tages. Die DHfK A-Jugendmannschaft siegte im Finalhinspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die Jugend des SC Magdeburg mit 35:31. Doch der Tag sollte weitere emotionale Höhepunkte bereithalten. Vor Anpfiff wurden alle Spieler einzeln in die Halle gerufen, den Abschluss bildeten die Abgänge. Unter großem Applaus und Standing Ovations erhielten Sebastian Greß, Sergey Zhedik, Benjamin Herth, Felix Storbeck, Philipp Weber und Philipp Pöter aus den Händen von Geschäftsführer Karsten Günther Bilder, sowie lange, ehrliche Umarmungen als Dank für die gebrachten Leistungen.

Das Spiel sollte die Feststimmung in der schwül warmen Arena weiter anheizen. Von Beginn an zeigten die Hausherren eine enorme Durchschlagskraft in der Offensive. Immer wieder wurden die Spieler gesucht die sich nochmal in Szene setzen durften. So trafen Philipp Weber, mit 9 Toren dann auch bester Werfer des Spiels, aber auch Sergey Zhedik und Thomas Oehlrich. Starke 21 Tore waren es bis zur Halbzeit. Da Jens Vortman im Kasten immer wieder Paraden zeigte, unter anderem auch zwei 7-Meter, konnten die Gäste nur 14 Tore erzielen. Da in der zweiten Hälfte auch relativ schnell klar war, dass die Hausherren nichts anbrennen lassen wollten, erhielten auch die anderen Abgänge ihre Einsatzzeiten und durften sich als Torschützen auszeichnen. In der 40. Minute kam auch Felix Storbeck nochmal ins Spiel und zeigte sein Können, parierte mehrere Würfe sorgte damit für Jubelstürme im Publikum. Diese feierten den Publikumsliebling ausgiebig.

Nach dem Spiel bedankten sich Spieler und Funktionsteam mit einem riesen Plakat für die „geile Saison“ und luden alle Fans zum Fest auf Freibier und Musik ein. Während der Abschlussparty wurde auch bekannt, dass Trainer Christian Prokop von den Managern und Trainern der Bundesliga zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde. Und ein letztes Mal gab es große Emotionen in der Arena Leipzig.


Frisch und bereit für die 4x5km - Die SPORTAKUS Staffeln

Die SPORTAKUS TEAM RUN Mannschaften – alt und jung

 

 

SPORTAKUS-Staffeln zeigen sich von ihrer sportlichsten Seite

 

Nachdem am letzten Sonntag bereits die behuften Vierbeiner den Start in die Rennsaison im Süden Leipzigs hingelegt hatten, trafen sich diesen Mittwoch den 4. Mai 2016 Elite und Breitensportfreunde des Laufens zu gemeinsamer Betätigung. Zur Premiere des Pro-Motion TEAM RUN traten über 300 Läufer in 76 kunterbunt gemischten Teams aus Vereinen und Firmen unter dem Motto: „Ihr seid die Staffel!“ mit(gegen-)einander an.

Als einmalige Kulisse für Start- und Zielbereich diente die Galopprennbahn, die als Austragungsort eines Marathons und mehrerer Crossläufe bereits Tradition im Laufsport beweist. 4x5km hatten die Athleten auf der anspruchsvollen Strecke zunächst über den Sand der ältesten Sportstätte Leipzigs und anschließend durch die bezaubernde Flora des Clara-Zetkin-Parks entlang des Elsterflutbeckens zu bewältigen. Das schöne Wetter zum abendlichen Sonnenuntergang lockte zahlreiche Zuschauer an die von ehrenamtlichen Helfern einwandfrei geregelte Strecke.

Mit der besten Zeit des Tages von 1:06:06h setzten sich die Läufer von „Laufladen Leipzig Jungs“ bei den Männern durch, bei den Frauen war das Team vom „DHfK Triathlon“ am schnellsten unterwegs. Auch der SPORTAKUS präsentierte sich erfolgreich mit zwei Staffeln, die sowohl in der Klasse Männlich U200 „SPORTAKUS II Die alten Wilden“ mit viel Erfahrung und einer Gesamtzeit von 1:19:22h, als auch in Mixed U100 „SPORTAKUS I Die jungen Lahmen“ mit einer Zeit von 1:24:18h jeweils den zweiten Platz belegen konnten.

Was allen Teilnehmern in Erinnerung bleibt ist ein einzigartiger Staffellauf mit Eventcharakter, bei dem „der sportliche Erfolg jedoch eher zweitrangig ist, das was zählt beim Pro-Motion TEAM RUN ist das gemeinsame Lauferlebnis“, resümierte Organisationsleiter Ronny Winkler die tolle Atmosphäre.

Johannes Kyncl

 


Aufstieg rückt für Rote Bullen trotz Heimniederlage ein weiteres Stück näher

Eindeutiger können die Vorzeichen zu einem Spiel kaum sein. Auf der einen Seite liegt RB Leipzig punktgleich mit dem Sportclub Freiburg an der Tabellenspitze und strebt dem Aufstieg ins Oberhaus entgegen, auf der anderen Seite haben die Gäste aus Sandhausen Sieben der letzten acht Spiele verloren und befinden sich im Abstiegskampf, jeden Punkt benötigend um nicht in die dritthöchste Spielklasse abzurutschen. Doch es sollte wieder ein Beispiel folgen wie im Sport Außenseiter ihre Chance, sei diese auch noch so klein finden und nutzen. David schlägt Goliath immer wieder …

In den ersten Minuten zeigten sich die Gäste präsent und spielten wieder erwartend gut mit und es gab Torabschlüsse auf beiden Seiten. In der.3. Minute verpasste, nach einer Flanke von Kulovits, Bouhaddouz, im Zentrum die Hereingabe nur um Millimeter. Nach 10. Minuten gab es die erste RB-Chance. Nachdem sich Klostermann auf Außenbahn durchsetzte, wurde Poulsens Schuss aus Nahdistanz vom Sandhausener Schlussmann Knaller gehalten. Nach einer Viertelstunde scheiterte Selke nach einer Überzahlsituation, als er in letzter Sekunde bei Abschluss gestört wurde.

In der Folgezeit ließ das Tempo etwas nach und Standards sorgten für Gefahrsituationen. Bis zur Halbzeitpause hatten Orban, nach einer Ecke Kaiser, per Kopf (25.), Vollmann, nach einem absolut unnötigen Foul von Ilsanker, mit einem schönen Freistoß von der Strafraumecke der knapp am langen Pfosten vorbeistrich (30.) und RB-Kapitän Dominik Kaiser mit einem stark getretenen Freistoß über die Mauer in die untere Mauerecke für Gefahr. Bei letzter Aktion musste sich Knaller richtig strecken und tauchte in Richtung Ball ab, klasse Parade vom Schlussmann.

Nachdem beide Teams in den Katakomben verschwunden und wieder aufgetaucht waren, zeigten sich in der 48. Minute zunächst die Gäste in Person von Bouhaddouz, der nach einem langen Einwurf logischerweise nicht im Abseits stand. Doch seinen Abschluss klärte Gulacsi zur Ecke die nichts einbrachte. Sonst kam von den Gästen in Halbzeit Zwei fast nichts mehr. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren mehrere Gelegenheiten gegen die nun konzentriert verteidigenden und tief stehenden Gäste, ein Tor zu erzielen. Comppers Kopfball am kurzen Posten, wieder nach einer Kaiserecke konnte ein Sandhausener Abwehrbein am langen Pfosten klären. In der 54. Minute nach schöner Kombination über die rechte Seite, auf welcher Poulsen nach innen zog, der Ball über Kaiser zu Sabitzer gelangte, welcher auf den langen Pfosten flankte, ergab sich Selke die Chance. Doch für die Direktabnahme war wieder beim starken Knaller Endstation.

Dann wie aus dem Nichts die spielentscheidende Situation in der 62. Minute mit dem Tor für Sandhausen. Nach einem Fehlpass von Kaiser spielten die Gäste ein guten Konter über die rechte Seite. Dort hatte Bouhaddouz zu viel Platz und konnte durch die schlecht gestaffelte Abwehrreihe hindurch flanken. Dort kam Vollmann angerauscht, den ersten Ball konnte Gulacsi noch blocken, doch der Ball sprang zurück an Vollmanns Torso und von da aus ins Tor.

Am Spielverlauf änderte das aber nichts. Während RB weiter das Spiel bestimmte, verteidigten die Gäste leidenschaftlich und konzentriert. Die nächste Chance bot sich dann in der 72. Minute als Bruno aus ganz spitzem Winkel abschloss, doch Knaller war wiederum auf dem Posten. Drei Minuten später lag der Ball im Gästetor, doch hatte Schiedsrichter Benjamin Cortus zu Recht auf Abseits entschieden. Wieder nur vier Minuten darauf die Riesenchance für Poulsen der aber kläglich vergab. Zunächst spielte sich Forsberg mal durch die Abwehrreihe und legte quer ab auf den frei stehenden Poulsen. Doch dieser fiel im Schuss und schoss daher aus 10 Metern weit über das Gehäuse. Die wenigen Gelegenheiten die sich den Hausherren boten um das Spiel zu drehen, wurden aber alle nicht genutzt. So auch die letzte gute Gelegenheit in der 83. Minute als wiederum Poulsen im Abseits stand. Die seltenen Gelegenheiten die sich RB boten, wurden einfach nicht genutzt. Auch in den vier Minuten Nachspielzeit wurde klar, dass die Rasenballer zwar drückend überlegen waren, aber die Sandhausener Abwehrreihe an diesem Tag einfach unüberwindlich war.

So blieb es vor 30.279 Zuschauern beim überraschenden 1:0 Auswärtssieg der Gäste. Da am Samstag aber auch die Konkurrenten aus Nürnberg ihr Spiel verloren, bleibt es beim sechs-Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Und da auch die Bochumer patzten, hat RB Leipzig vier Spieltage vor Schluss bereits einen der ersten drei Plätze sicher. Am Montag kann dann der Sportclub Freiburg mit einem Sieg in Braunschweig aber drei Punkte Vorsprung auf die Leipziger herausspielen. Doch dem Aufstieg sind die Leipziger trotz der Niederlage aber einen weiteren Schritt näher gekommen.

Stefan Siemann


 

Mit einer, besonders in der zweiten Halbzeit, souveränen Leistung haben sich die Leipziger vorerst wieder an die Spitze der 2. Bundesliga gesetzt. Nach dem Sieg der Nürnberger am Sonntag bleibt aber ein direkter Konkurrent in Schlagdistanz. Der SC Freiburg hat am Montag die Chance die Spitze zurückzuerobern.

Das Spiel bot in der ersten Hälfte noch wenig Höhepunkte. Der erste Aufreger ergab sich in der 11. Minute. Diego Demme mit seinem vermeintlich erstem Tor für RB Leipzig, doch zuvor war das Spiel wegen gefährlichen Spiels von Yussuf Poulsen abgepfiffen worden. Nach einer Viertelstunde verletzte sich Rani Khedira ohne an der Leiste und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam nicht wie zunächst erwartet Stefan Illsanker sondern Massimo Bruno in die Partie. Dann in der 22. Minute die riesen Chance für die Gäste aus Bochum. Ein langer Ball wurde in den Lauf von Eisfeld verlängert, der frei vor Peter Gulacsi auftauchte aber am stark reagierenden Hüter scheiterte. Nach 36 Minuten rutschte dem eingewechselten Massimo Bruno ein Schuss über den Spann und überraschte damit beinahe Riemann im Gäste-Tor, doch der Keeper war noch rechtzeitig zur Stelle.

Nach der Halbzeit ging es dann richtig los. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn setzten die Gastgeber die Bochumer am eigenen Strafraum so unter Druck dass diese nicht klären konnten, bis schließlich Brunos Schuss geblockt und der Abpraller von Dominik Kaiser aus 20 Metern mit einem strammen Schuss, und der gütigen Mithilfe von Forsbergs Hüfte, ins Tor befördert wurde. Die roten Bullen blieben in der Vorwärtsbewegung. Nur zwei Minuten später der nächste starke Angriff. Marcel Halstenberg mit der perfekt getimten Flanke und Emil Forsberg per Kopf, zwangen Riemann zu einer Glanzparade, der den Ball mit einer Hand aus dem Toreck fischte. Doch wieder nur zwei Minuten später war Riemann erneut geschlagen. Marvin Compper mit toller Spieleröffnung, einem Pass in die Tiefe auf Forsberg, welcher den Ball ausgezeichnet verarbeitete, quer auf den heraneilenden Bruno legte, der technisch anspruchsvoll das Leder mit dem Außenriss ins Tor schoss.

Doch das 2:0 sollte noch nicht reichen und es ging weiter nur in eine Richtung. In der ?? Minute eine schöne Freistoßvariante – Forsberg zog flach ab, doch Riemann lenkte den Ball gerade noch an die Latte. Und weiter ging es im Sturmlauf. Zunächst ging Poulsen alleine auf Riemann zu, scheiterte aber, den zweiten Ball nagelte Forsberg zum zweiten Mal dieses Spiel an die Latte, den dritten nahm Marcel Sabitzer volley, hätte das Tor aber verfehlen, doch Massimo Bruno hielt seinen Kopf hin und erzielte mit seinem zweiten Treffer das 3:0 und schwang sich endgültig zum „Man oft he Match“ auf.

Kurz darauf kam Davie Selke für Yussuf Poulsen ins Spiel und hatte in der 76. Minute die letzte große Bullen-Chance. Der starke Bruno hatte zu viel Platz im Strafraum und legte uneigennützig quer auf Selke, doch der kam nur in der Grätsche an den Ball und schoss über das Gehäuse. In der 88. Minute sahen die 32.244 Zuschauer bei bestem Fußballwetter dann doch noch den Ehrentreffer. Nach einer Ecke bekam die RB-Verteidigung den Ball nicht weg. Den ersten Kopfball konnte Gulacsi noch an die Latte lenken, doch Losilia stand richtig und nickte zum abschließenden 3:1 ein.

Noch sechs Spiele sind für die Mannschaften der zweiten Bundesliga in der Saison 2015/16 noch zu gehen. Dabei läuft im Aufstiegsrennen alles auf einen Dreikampf zwischen dem SC Freiburg, dem 1. FC Nürnberg und RB Leipzig hinaus. Zwei der Teams steigen direkt auf, eine Mannschaft muss in die Relegation. Diesen Umweg möchten die Männer um Ralf Rangnick selbstverständlich vermeiden und dafür gilt es zunächst auswärts gegen Fortuna Düsseldorf mal wieder drei Punkte mit nach Leipzig zu nehmen. Die letzten drei Spiele wurden in der Fremde alle verloren …

von: Stefan Siemann


Von: Stefan Siemann

Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge galt es für die Roten Bullen ihre Aufgabe im großen Aufstiegsrennen zu erledigen. Dafür galt es im heimischen Stadion die drei Punkte gegen 1860 München in Leipzig zu behalten und Schwung für das nächste Auswärtstopspiel, kommende Woche dann beim Tabellendritten, den Kluberern in Nürnberg, aufzubauen.

Doch dafür musste Trainer Ralf Rangnick aufgrund der kursierenden Grippewelle einige Leistungsträger, dabei die Stammkräfte Marcel Halstenberg, Marcel Sabitzer und Kapitän Dominik Kaiser ersetzen. Zudem musste Yussuf Poulsen nach seiner fünften Gelben Karte passen. Für die genannten rutschten Antic Nukan, Antony Jung, Nils Quaschner und Massimo Bruno in die Startformation. Aufgrund der personellen Engpässe fanden sich auf der Bank auch einige unbekannte (Diawusie Agyemang und Idrissa Toure) oder lang vermisste Namen (John-Patrick Strauß und Stefan Hierländer) wieder.

In der vierten Minute hatten die Gastgeber nach einer Ecke und der Verlängerung von Interimskapitän Willi Orban durch einen Kopfball von Marvin Compper die erste Chance, aber das Leder strich knapp am Pfosten vorbei. Die nächste Gelegenheit dann in der 17. Minute. Diego Demme zog aus 20 Metern mit dem linken Schlappen ab und knallte dem Ball an das Lattenkreuz. Schöner Schuss vom Mann der seit Jahren nicht mehr getroffen hat und dementsprechend noch auf seinen ersten Treffer für die Roten Bullen wartet. Doch im Anschluss verloren die Leipziger etwas den Faden und die Sechziger hatten mehr Spielanteile ohne jedoch wirklich gefährliche Szenen zu generieren.

Die Sechziger bekamen ihre erste Chance in der 28. Minute geschenkt. Antony Jung spielte einen Rückpass auf Gulacsi viel zu kurz, Sascha Mölders roch den Braten und setzte nach, blockte den langen Ball doch der Abpraller klatschte nur an den Pfosten. Glück für die Bullen. Doch die Aktion wirkte wie eine Initialzündung und RB übernahm wieder die Kontrolle über die Partie. In der 32. Minute klatschte das Leder zum dritten Mal in diesem Spiel an das Torgehäuse. Wieder eine gute Ecke von Massimo Bruno, diesmal Orban per Kopf der Abnehmer. Sein Kopfball traf exakt dieselbe Stelle, die auch schon Demme nach einer guten Viertelstunde erwischt hatte.

Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit wirkte die RB-Defensive erneut verunsichert. Mölders kam aus elf Metern zum Abschluss, doch dieser zu unplatziert und so konnte Gulacsi sicher zupacken. Ohne Tore ging es damit zum Pausentee und da alle 22 Spieler diesen gut vertragen hatten ging es ohne Änderungen weiter.

Kurz darauf in der 50. Minute hätte es einen Handelfmeter geben müssen. Abwehrlöwe Kagelmacher spielte den Ball klar mit der Hand, doch die Pfeife von Schiedsrichter Dr. Robert Kampka blieb stumm. Doch damit nicht genug. Vom Abstoß aus spielten die Sechziger strukturiert nach vorne bis Aycicek den schnellen Mölders in Laufduell gegen Compper schickte. Dieser machte im Zweikampf eine schlechte Figur und so behielt Mölders vor Gulacsi die Ruhe und schob sicher zur Führung ein.

Darauf musste der Tabellenführer reagieren. Zunächst verfehlte ein Orban-Kopfball wieder nur um Zentimeter das Gehäuse. Kurz darauf brachte Ralf Rangnick nach einer gespielten Stunde Stürmer Davie Selke für den defensiven Atinc Nukan ins Spiel. Und die Leipziger stürmten richtig los. Im Minutentakt hatten Selke, Forsberg, Compper und Jung große Chancen auf den Ausgleich. Und in der 64. Minute war es dann der eingewechselte Davie Selke der per Kopf zum Ausgleich traf. Einen Freistoß spielte RB schön aus. Compper flankte auf Selke, der 10 Metern vor dem Tor aus zentraler Position zum überfälligen und vielumjubelten Ausgleich einköpfte.

Die Roten Bullen waren in der Folgezeit weiter bemüht den Druck aufrecht zu erhalten, doch die Gäste spielten die sich ergebenden Räume nun besser aus und sorgten damit für ständige Unruhe und eine damit offene Partie. Die Schlussviertelstunde begann dann mit einem Paukenschlag, dem Führungstreffer für die Bullen. Eigentlich standen die Gäste mit 10 Spielern kompakt am eigenen Strafraum, doch dann hatte Diego Demme eine überragende Idee, chippte den Ball in den Rücken der Abwehrspieler, wo der schnelle Lukas Klostermann heranrauschte und aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zur verdienten Führung traf.

Nur drei Minuten später hätte die Entscheidung fallen können. Nach einem starken Sololauf vom bis dato schwachen Forsberg, kam der Ball zu Bruno, doch sein Abschluss wurde im letzten Moment geblockt (78.). In den letzten Minuten passierte wenig in den Strafräumen, doch lange Bälle auf beiden Seiten sorgten für viel Tempo in der Partie. So war ständig Gefahr in Verzug und den 25.551 Zuschauern auf den Rängen wurde richtig was geboten. So kam der erst 17-jährige Idrissa Toure (für Massimo Bruno) in der 89. Minute zu seinem Pflichtspieldebüt und wurde damit jüngster Profilspieler in der RB Leipzig Historie. Drei Minuten mussten Spieler und Zuschauer dann noch überstehen um in der letzten Sekunde der Partie fast doch noch den Ausgleich nach einem Freistoß zu kassieren, doch der Ball senkte sich als Bogenlampe knapp hinter dem langen Pfosten ins Aus.

Direkt im Anschluss beendete Schiedsrichter Kampka die Partie und machte damit den wichtigen Heimsieg der Roten Bullen amtlich. Die nach dem Rückstand eine tolle Reaktion zeigten und das Spiel drehten. Da parallel der SC Freiburg in Frankfurt mit 3:1 gewann, bleibt die Konstellation an der Tabellenspitze unverändert und es kommt am kommenden Sonntag in Nürnberg zum Spitzenspiel Dritter gegen den Ersten und eine Vorentscheidung im Kampf um die direkten Aufstiegsplätze.


Von: Stefan Siemann

27.477 Zuschauern wurde zum Nikolaustag ein wahres Spektakel geboten. Zum Abschluss der Hinrunde musste das Team von Ralf Rangnick auf Kapitän Dominik Kaiser verzichten. Für ihn stand der zuletzt Formschwache Yussuf Poulsen in der Startformation. Und er spielte in den folgenden 92 Minuten eine entscheidende Rolle …

Wie im RB-System vorgesehen legte die Mannschaft los wie die Feuerwehr. Bereits in der dritten Minute ließ Emil Forsberg im Strafraum alle Verteidiger mit einer schönen Drehung aussteigen, doch auch sein Abschluss landete direkt in den Armen von MSV Schlussmann Michael Ratajczak. In der 14. Minute war beim vermeintlichen 1:0 auch er geschlagen. Nach einem ganz starken Konter der Leipziger schickte Marcel Sabitzer Selke in die Tiefe, der Ratajczak umkurvte und ins leere Tor einschob. Doch Assistent Florian Kornblum hob seine Fahne, eine klare Fehlentscheidung.

Dann mal ein Konter der Duisburger (16.), die schön kombinierten und in Überzahl auf Fabio Coltorti unterwegs waren, doch Marvin Compper konnte im Sprint und höchster Not zur Ecke klären. Diese konnten die Bullen nicht wirklich aus der Gefahrenzone bringen, so kam Kevin Wolze an der Strafraumgrenze an den Ball und hämmerte das Leder unhaltbar für Coltorti ins lange Eck. Ganz stark gemacht von Linksverteidiger der Gäste und die glückliche Führung für den Tabellenletzten.

Nach einer knappen halben Stunde sahen die Zuschauer die nächste schöne Kombination auf dem leipziger Rasen, diesmal wieder von den Hausherren. Marcel Halstenberg und Emil Forsberg im Doppelpass, Erstgenannter mit viel Übersicht bei der Hereingabe und Poulsen mit dem Ausgleich (27.). Sein erstes Saisontor, entsprechend groß der Jubel beim Torschützen und auf den Rängen.

Bis zur Halbzeit blieb RB weiter spielbestimmend, Duisburg bis auf einen Chanturia Schuss über das Tor (29.) ungefährlich. Für die Hausherren hatten Selke (33.) und Poulsen (37.) noch die besten Gelegenheiten. Zur Halbzeit ein insgesamt glückliches Unentschieden für Duisburg.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufhörte. RB blieb spielbestimmend, aber ohne wirklich große Chancen. Die Gäste verteidigen tief und machen mit einer Fünfer oder gar Sechserkette die Räume dicht. Die ersten Gelegenheiten dann nach Bällen über Außen. Zunächst war Compper nach einer Ecke zentral am Fünfmeterraum bei seinem Kopfball ganz frei, doch traf den Ball nicht richtig. Kurz darauf Marcel Sabitzer mit einer tollen Flanke auf den Kopf von Davie Selke doch auch er traf den Ball nicht richtig. Im Anschluss an die Situation musste Ralf Rangnick wechseln. Für den angeschlagenen Marvin Compper rückte Atinc Nukan in die Innenverteidigung.

In der 74.Minute dann eine knifflige Situation im Duisburger Strafraum, nach einer schönen Kombination über Poulsen und Forsberg ging Selke zu Boden. Doch Schiedsrichter Peter Sippel entschied auf Schwalbe und zeigte Selke dafür die gelbe Karte. Kurz darauf war die Partie für den Leipziger dann beendet. Führ in kam Nils Quaschner ins Spiel. Mit ihm sollte der letzte Puzzlestein für die fulminante Schlussphase nun im Spiel sein.

Zunächst schien sich in der 79. Minute eine alte Fußballweisheit zu bestätigen. RB Leipzig belagerte in der zweiten Hälfte das Tor der Gäste ohne die Chancen zu nutzen. Auf der Gegenseite trafen diese dann in Person von Kevin Scheidhauer mit ihrer ersten Chance. Nach einer Leipziger Ecke nutzen die Duisburger ihre Überzahl aus. Das überraschende und unverdiente 2:1. Doch wieder kamen die Leipziger zurück. Eine Ecke führten die Hausherren kurz aus. Die Flanke kam in den Fünfmeterraum, wo Ratajczak auf der Linie kleben blieb und der erst eingewechselte Quaschner zum erneuten Ausgleich einköpfen konnte (85.). Und es sollte in unglaublicher Schlagzahl weitergehen. Nur zwei Minuten später schoss Sabitzer aus spitzem Winkel ab, Ratajczak konnte zunächst zur Ecke klären. War aber anschließend erneut geschlagen Der eingewechselte Nukan lief perfekt in den Ball und schulterte eine Bogenlampe mithilfe des Innenpfostens zur Führung ins Tor. Damit aber noch nicht genug. Nach einem Duisburger Freistoß machte Coltorti das Spiel über Forsberg schnell, der wiederum schickte Bruno in die Tiefe, sein Ball parallel zur Grundlinie tunnelte Ratajczak und am langen Pfosten musste Poulsen nur noch das Bein zur 4:2 Entscheidung hinhalten.

Verrückt was hier in den letzten Minuten passierte. RB drehte das Spiel und holte damit im letzten Hinrundenspiel die Punkte 33 bis 35. Damit halten die Roten Bullen mit den Herbstmeistern aus Freiburg schritt und den Abstand auf Relegationsplatz 3 mit sechs Punkten weiterhin recht komfortabel. Am kommenden Sonntag beginnt dann mit dem nächsten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt Teil Zwei der Mission Aufstieg.


Von: Stefan Siemann

Vor 4.125 Zuschauern begann der Aufsteiger vielversprechend. Die in dieser Saison international spielenden Gäste hatten dagegen ihre Mühe ins Spiel zu kommen und ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Die Leipziger standen in der Defensive sicher und hatten in der Offensive auch etwas Glück bei Abprallern. So nahm Lukas Binder in der 10. Minute einen Rückraumwurf, scheiterte zunächst an Primoz Prost im Göppinger Tor, konnte dann aber den Abpraller ohne Probleme verwandeln. Trotz zweier einfacher Gegentreffer stand die Abwehrreihe bis zur 20 Minute sicher und ließ wenig zu. Offensiv dagegen wurden die Aktionen auf verschiedene Schultern verteilt.

Doch dann gab es einen Bruch im Leipziger Spiel. Nichts wollte mehr gelingen und der Favorit kam ins Rollen und zog vorbei. Von 10:6 drehten die Gäste das Spiel auf 10:14. Erst Philipp Weber konnte mit einem 7 Meter den 8:0 Lauf beenden und den Halbzeitstand von 11:14 herstellen. Mit dem Halbzeitpfiff kassierte auch Michael Kraus, Weltmeister von 2007, eine Zeitstrafe, sodass der SC DHfK nunmehr in doppelter Überzahl agieren konnte, doch weiter blieb die Offensive harmlos und es konnte keine Aufholjagd gestartet werden. Lediglich Krzikalla (34.) konnte einen Treffer aus dem Spiel heraus markieren. Daraufhin nahm Trainer Christian Prokop in der 42. Minute beim Stand von 15:20 seine Auszeit.

In der 46. Schien ein Comeback der Leipziger dann doch nochmal möglich. Binder und Jurdzs verkürzten auf 18:22 und die Gastgeber waren in Ballbesitz, doch wieder stand das schwache Offensivspiel im Weg, so dass die Gäste keine Probleme hatten den Spielstand konstant bei fünf Toren Vorsprung zu halten. Besonders Daniel Fontaine führte mit acht Toren die Göppinger zu Auswärtserfolg. Auf Leipziger Seite ist lediglich Philipp Weber herauszuheben, welcher mit ebenfalls acht Toren bester Werfer war. Alle Treffer resultierten aus der 100% Erfolgsquote bei 7 Metern. So auch der Treffer zum 22:27 Endstand.


Von: Stefan Siemann

Die Roten Bullen haben sich gegen Fortuna Düsseldorf zum Sieg und damit zurück auf einen direkten Aufstiegsrang geschossen. Da der VfL Bochum nach einer 2:0 Führung noch mit 3:2 verliert und die Leipziger nun seit acht Spielen ungeschlagen sind, stehen die Bullen nun dort wo sie auch nach 34 Spieltagen stehen wollen. Auch der Weg dorthin war heute die weiteste Strecke sehr ansehnlich. Von Beginn an bestimmten die Gastgeber das Geschehen vor den 24.095 Zuschauern.

5. Minute: Diego Demme steckte auf das startende Geburtstagskind Emil Forsberg durch, doch dessen Flachschuss konnte Fortunen-Keeper Michael Rensing per Fußabwehr klären. 10. Minute: Marvin Compper köpfte eine Ecke nur knapp am langen Pfosten vorbei. 12. Minute: Eine schöne Kombination über die linke Seite, doch der Abschluss von Dominik Kaiser aus spitzem Winkel ging über das Tor. 17. Minute: Eine Ecke flach auf den kurzen Pfosten gespielt, brachte Willi Orban aufs Tor, doch Pohjanpalo konnte zur erneuten Ecke klären. Die Bullen klar die bessere und spielbestimmende Mannschaft, doch in der Folgezeit agierte RB mit vielen langen Bällen auf die Flügel, doch die Hereingaben waren viel zu ungenau und fanden im Zentrum keine Abnehmer.

In der 34. Minute war der Ball dann das erste Mal im Tor, doch Schiedsrichter Harm Osmers verwehrte die Anerkennung. Und das vollkommen zu Recht, denn Forsberg stand beim Abspiel im Abseits. Es war bereits die dritte Abseitsposition der Roten Bullen, bis zu diesem Zeitpunkt kamen vier Ecken hinzu, welche den Offensivdrang belegen. Zum Vergleich: bei den Düsseldorfer Offensivwerten stand zu diesem Zeitpunkt jeweils eine Null. Damit kam auch wieder etwas Schwung in die Partie. Um genau zu sein, brachte RB Schwung in die Begegnung.

In der 40.Minute prüfte Kapitän Dominik Kaiser mit einem schönen Schuss aus dem Rückraum Rensing, der aber blitzschnell abtauchte und die Null hielt. Kurz darauf hatten die Gäste bei einer weiteren Ecke Glück, denn bei dem Gewusel im Strafraum brachte kein Spieler den Ball sauber aufs Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konterte RB im eigenen Stadion, doch Davie Selke scheiterte wieder am starken Rensing, der zur mittlerweile sechsten Ecke klärte. Diese nun, die letzte Aktion der ersten Hälfte, brachte endlich die hochverdiente Führung. Demme zog aus 25 Metern ab, verzog eigentlich, doch der Ball sprang Forsberg in die Füße, der frei vor Rensing stand und technisch anspruchsvoll mithilfe des Innenpfostens zur überfälligen Führung einschob.

Auch die zweite Halbzeit ging gut los. In der 47. Minute forderten Davie Selke, Marcel Sabitzer und 24.000 weitere Zuschauer einen Handelfmeter, doch … Dann aber die erste Chance für die Gäste. In der 53. Minute hat RB Glück. Eines der vielen unnötigen Fouls und damit ein Standard in Strafraumnähe. Diesen konnte Fabio Coltorti nur unzulänglich wegfausten, Fink kam an den Ball, der auf Pohjanpalo weiterleitete, welcher das Leder aber nur gegen den Pfosten knallte. RB blieb in der Folgezeit aber spielbestimmend, Zunächst konnte Davie Selke von der Chance überrascht, den Ball mit seinem Schienbein nicht auf das Tor bringen, aber nur eine Minute später folgte dann das 2:0 durch Marcel Sabitzer (64. Minute). Einen schöne Körperdrehung und einen perfekt gespielten Ball von Emil Forsberg veredelte der Angreifer in die kurze Ecke zum 2:0.

In der 68. Minute war der Ball dann das vierte Mal im Netz. Doch Willi Orban stand im Abseits. Wieder richtig gesehen vom Gespann um Harm Osmers. Drei Minuten später war es dann endlich soweit. RB stand dann auf einem direkten Aufstiegsplatz, da der VfL Bochum beim FSV Frankfurt seine 2:0 Führung verspielt hatte. Nun galt es für die Bullen die eigene Führung über die Zeit zubringen. Doch wie aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer und machte die Partie wieder spannend. Eine Ecke köpfte Fortunen-Kapitän Karim Haggui in der 75. Minute ein und ließ Coltorti dabei keine Abwehrchance. Der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase!? Nein nicht wirklich, die Leipziger hatten alles im Griff und ließen nichts anbrennen. Trotz der offensiven Wechsel und dem Neuzugang Alexander Madlung als Stoßstürmer hatten die Bullen die besseren Chancen und hätten die Partie deutlicher gestalten müssen. Die beste Gelegenheit hatte dabei Dominik Kaiser aus 18 Metern. Aber sein Drehschuss strich knapp über das Tor (89. Minute).

Kurz darauf war dann Schluss in der Red-Bull-Arena und die Leipziger wieder auf dem herbeigesehnten direkten Aufstiegsplatz. Bereits am Dienstag kann die Erfolgsserie dann im DFB-Pokal bei der Spielvereinigung in Unterhaching fortgesetzt und in das Achtelfinale eingezogen werden, bevor es am Sonntag in Sandhausen wieder um Punkte für den Aufstieg geht. Bundesliga in Leipzig, das Projekt wird immer konkreter.

 
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